leonie lauren

Leben & Lifestyle aus Wolfsburg

Wenn Spiellandschaft und reale Umwelt sich mischen

  

Ich stehe in der Bürgerhalle des Rathauses. Eigentlich war ich hier schon häufig und weiß, wie dieser große Raum aussieht, wo sich was befindet. Doch heute ist etwas anders. Da ist etwas in meinem Sichtfeld: Ein Puzzle, das ich zerschlage. Die einzelnen Teile fallen auf den Rathausboden. Ich sehe Leute im Hintergrund aber primär konzentriere ich mich auf die Puzzleteile, die ich mit der entsprechenden Handbewegung aufheben kann. Das dauert bei mir ganz schön lange! Aber als ich den Dreh heraushabe, ist es ganz einfach. Ein Puzzleteil nach dem anderen führe ich auf die in der Bürgerhalle schwebende Schablone. Am Ende entsteht das Logo der Phaenomenale – der Grund, weshalb ich heute zum ersten Mal mit Augmented Reality (VR) in Berührung trete und ein Puzzle puzzle, was faktisch nur ich sehen kann.

Hier geht es weiter zur Seite der Phaenomenale.

Augmented Reality bedeutet, dass anhand eines Smartphones, Tablets, Headupdisplay oder eine Augmented Reality Brille – wie der Hololens – zusätzliche Informationen in die reale Welt eingeblendet werden. Außerdem ist es möglich, die eingeblendeten Objekte durch Gesten zu steuern. Cornelius Köhler steht am heutigen Samstag am Stand der Hololens und betreut alle, die einmal in die „halbvirtuelle“ Welt abtauchen möchten. Die Entwicklerversion der Brille gibt es seit Anfang 2016, kostet 3.300 Euro und die Firma, für die er arbeitet, nutzt die Brille vielseitig: Ob für Trainings in Unternehmen, Spiele oder interaktive Präsentationen – die Hololens bringt Science-Fiction in den Alltag. Auch Nico Dilz (22 Jahre) lässt es sich nicht nehmen, die Hololens zu testen. Er studiert Komposition für Film und Spiel und sieht in der Augmented bzw. Virtual Reality einen wachsenden Markt: „Ich mache mich schon einmal mit dem vertraut, mit dem ich später eventuell arbeiten werde.“

Wem das schon suspekt erscheint, der wird noch verblüffter sein, wenn er die Oculus Rift aufsetzt – eine Brille, die mit Virtual Reality arbeitet: Hier wird die reale Umwelt komplett ausgeblendet. Ich schaue mir den Kurzfilm „Lost“ an und befinde mich dabei im Urwald. Egal wohin ich blicke oder mich drehe, überall Wald und Gestrüpp. Knapp neben meinem Kopf fliegt ein Vogel an mir vorbei. Wenn ich nach oben blicke, dann sehe ich den Mond leuchten – es ist Nacht. Danach spiele ich ein Spiel, bei dem ich mich durch ein riesiges Gebäude bewege – mein Körper ist verwirrt: ich laufe, obwohl ich eigentlich stehe? Michel Marechal (47 Jahre) besucht gemeinsam mit seinem Sohn Nick (12 Jahre) die Virtuellen Welten: „Man hat tatsächlich das Gefühl, mitten in der Umgebung des Spiels zu stehen. Für mich wäre es schon interessant, so etwas zu Hause zu haben, jedoch sind die Kosten für die Geräte momentan noch sehr hoch.“ Allein die Brille kostet in der Form 800 Euro. Zusätzlich wird ein spezieller Gamer-PC benötigt, der einen Preis von etwa 2.500 Euro hat – ein kleines Vermögen!

*in freundlicher Kooperation mit der Stadt Wolfsburg

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