leonie lauren

Leben & Lifestyle aus Wolfsburg

Welcome to another paradise of Africa

Es scheint, als wäre es unsere neue Leidenschaft, die Blogposts aus Flugzeugen zu schreiben – gerade bei einem wunderschönen Sonnenuntergang auf der Strecke zwischen Johannesburg und PE. Den Sonnenaufgang des heutigen Tages haben wir aus dem Taxi in Richtung Flughafen bewundern können, da wir unser Appartement und die schöne Insel Mauritius schon sehr früh verlassen mussten. Der kleine Fleck am Rande Afrikas hat alle paradiesisch klingenden Klischees bestätigt – und darüber hinaus noch viel mehr zu bieten gehabt.

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In Mauritius gibt es gefühlt 10.000 verschiedene Übernachtungsmöglichkeiten, selbstverständlich in allen möglichen Preiskategorien. Da Studenten haben wir uns für die Basic-Variante mit Appartement und Selbstverpflegung entschieden: Unsere 1-Zimmerwohung lag in Flic en Flac an der Westküste in einer Wohnanlage mit großem Pool. Einen SPAR, in dem wir überraschenderweise wieder sehr heimischen Marken (Milka, Haribo,..) begegneten, hatten wir quasi direkt vor unserer Nase. Der öffentliche Strand war nur einen Katzensprung entfernt verzauberte uns mit seinem kristallklaren, warmen Wasser direkt am ersten Tag. Im Unterschied zu PE konnten wir Baden wie im Swimmingpool, da die Wellen etwa 50m vor dem Strand auf dem Korallenriff brechen und das Wasser unmittelbar am Strand sehr ruhig ist. Verglichen zu unseren bisherigen Trips hatten wir vorab einige Bedenken, in dem beliebten Touristenort Flic en Flac von Menschenmassen erschlagen zu werden, was glücklicherweise absolut ausblieb, da wir uns gerade im mauritianischen Winter und somit in der Off-season befinden. Die paradiesischen Strände und Sightseeing Orte teilten wir uns aus diesem Grund lediglich mit einigen Einheimischen und vereinzelt Touristen. Von den Mauritianern wurden wir herzlich willkommen geheißen – teilweise sogar auf Deutsch (auch hier fiel uns auf, dass wie überall auf der Welt scheinbar immer viele Deutsche zu Besuch sind). Ansonsten ist Französisch oder Englisch an der Tagesordnung. Créol als Sprache der Einheimischen rundet die Vielfalt der Verständigung auf der Insel ab. Bei einem Besuch in der örtlichen Touristeninfo wurde uns schnell klar, dass zu unserer Freude die Insel einiges mehr an Attraktionen abseits des typischen Beachurlaubes zu bieten hat. Wir entschieden uns spontan, für die nächsten Tage einen Roller zu mieten, um auch die weiter entfernten Orte auf eine abenteuerliche Art und Weise zu erkunden. Offensichtlich schon sehr geprägt vom Leben in Südafrika mussten wir vorab allerdings noch die drängende Frage loswerden, ob es denn sicher sei, am Abend zu Fuß durch die Straßen zu gehen. Wir ernteten ein Stirnrunzeln unseres Gegenübers, für sie ergab die Frage jedoch Sinn, nachdem wir ihr erklärten, wo wir die letzten fünf Monate verbracht haben.

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Zwar sind die öffentlichen Strände in Mauritius sehr empfehlenswert, da sauber und gut zu erreichen, jedoch ist es auch sehr angenehm auf einer Liege und unter einem schattenspendenden Schirm zu entspannen (bzw. zu lernen!) statt sich den ganzen Tag auf einem Handtuch im Sand zu wenden. So kam es, dass wir ein neues Hobby entdeckten. Mit unserem Roller war es uns ein leichtes, die verschiedenen luxuriösen Hotelanlagen zu erreichen. Wir begaben uns auf eine interessante Recherche, bei der wir die Konditionen der Hotels für einen Tagesbesuch miteinander verglichen. Fuchsig wie wir sind, stellten wir fest, dass wir uns lediglich zum Lunch anmelden mussten, um den ganzen Tag den Komfort diverser Hotelanlagen zu genießen – somit hatten wir die perfekte Abwechslung zu unserem nicht zu unterschätzendem süßen Appartement und Pool.

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Eine weitere Abwechslung zum Sonnenbaden bildeten unsere Trips zu außergewöhnlichen und einzigartigen Orten auf der Insel. Der wohl unvergesslichste Tag und wahrscheinlich sogar einer der schönsten des letzten halben Jahres begann an einem Morgen um 09h00 am Hafen des Flic en Flac Strandes. Gemeinsam mit etwa acht weiteren Leuten begaben wir uns auf ein Speedboot (der Name war Programm), mit dem wir uns entlang der Küste auf die Suche nach wilden Delfinen machten. Unsere Skipper waren dabei sehr erfahren und somit dauerte es nicht lange, bis wir an der Wasseroberfläche die ersten Flossen einer Delfinschule fasziniert beobachteten. Doch es kam noch besser: Unsere Guides überreichten uns Flossen, Taucherbrille und Schnorchel und wir machten uns bereit für den Sprung ins offene Meer. Schneller als gedacht erreichte der nächste Delfinschwarm unser Boot und ehe wir uns versahen, ging es für uns über Bord und plötzlich waren wir mitten drin: Alle Ängste vor tiefem, kalten und dunklen Wasser waren mit einmal in dem überwältigendem Moment, umgeben von wilden Delfinen (die gar nicht mal so klein waren), vergessen. Im nächsten Augenblick bemerkten wir, dass das Wasser angenehm warm und klar war, sodass wir uns in unserer Lage eigentlich sehr wohl fühlten. Umso cooler fanden wir es, dass der nächste Stop bei einem Korallenriff lag, wo wir die farbenfrohe Unterwasserwelt beim Schnorcheln erkunden konnten.

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Dolphinbibi

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Ein weiteres Highlight unseres Trips nach Mauritius waren die Ausflüge zu diversen Sehenswürdigkeiten, die die Insel abseits das „Main“-Tourismus zu bieten hat. Wir besuchten den Reptilienpark, wo wir mit riesigen gigantischen Schildkröten kuschelten. Die gechillten Tiere waren nicht nur echt witzig anzusehen, sondern zum Teil auch sehr alt (stolze 95 Jahre) und nicht ganz abgeneigt sich zu paaren. Weiter schlenderten wir durch die urwaldartige Anlage und sahen Krokodile, die im Haufen aufeinander schliefen und sich von der Sonne wärmen ließen und wir waren in einem Insektarium, in dem ganze Wände mit Prachtexemplaren aller Art gefüllt waren – definitiv ein Ort für einen Horrorfilm und definitiv kein Ort für jemanden mit einer Spinnen-, Schlangen- oder Krabbeltierphobie.

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Außerdem besuchten wir die „Coloured Earth“ auch genannt Chamarel, die sich auf einem Berg der Insel befindet. Leider hatten wir an diesem Tag nicht ganz so viel Glück mit dem Wetter und der Regen reduzierte den farbenfrohen Effekt des Bodens etwas. Der Rückfahrt auf dem Roller im strömenden Regen ausweichend verbrachten wir amüsiert eine Weile damit, Touristen dabei zu beobachten, wie sie sich widerwillig in den Regen stellten, um DAS Foto von sich mit der von der Natur aufgeschütteten farbenprächtigen Erde zu produzieren – Menschen sind schon ein wenig witzig J Generell waren unsere Rollerfahrten über die Insel immer ein Abenteuer (inklusive Polizeikontrolle) und die Kulisse, vorbei an Zuckerfeldern, traumhaften Stränden und Kokosnusspalmen ein Traum. Nun genießen wir unsere letzte uns verbleibende Woche in Port Elizabeth und melden uns, wie gewohnt, aus dem Flugzeug wieder – dann schon auf dem Weg nach Hause!

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