leonie lauren

Leben & Lifestyle aus Wolfsburg

weekly thoughts #8: unstadtkinder

Wir leben am Wasser: der Kanal teilt den Bereich, an dem wir arbeiten von dem, wo wir leben, unsere Freizeit gestalten. Apropos Freizeit – manche sagen, wir hätten da ein nicht zu großes Angebot und manchmal haben wir das auch schon selber gesagt, wenn vielleicht auch nicht so gemeint.

Wir sitzen alle im gleichen Boot und unsere Eltern, sogar Großeltern sind oder waren Teil der Crew. Taktgebunden – so arbeiten wir uns voran und manchmal wirkt es so, als würde dieser Takt nie aufhören, als ob er sich wie ein Netz über unseren Alltag legt. 

Wir wohnen in einer Stadt, die nicht die Schönste ist –manchmal haben wir das auch schon selber gesagt, wenn vielleicht auch nicht so gemeint. Keine historische Altstadt, dafür ein imposanter Betonklotz zur Begrüßung, das ist erst einmal ungewöhnlich – aber wer will heute denn noch gewöhnlich sein ?  

Die Pulsadern, die unsere Stadt durchlaufen, verstopfen in regelmäßigen Abständen. Die Zeiten kennen wir alle, eben taktgebunden. Es gibt andere Möglichkeiten und obwohl wir uns beschweren, nehmen wir das Chaos in Kauf denn es stimmt nunmal: Wir lieben Autos, weil sie für uns mehr sind als nur das, sie sind Arbeit, Leidenschaft, Identität.

Und bevor wir gehen und der Stadt den Rücken kehren, haben wir das Vorhaben, nie wieder zurückzukommen; den Ort zu verlassen, an dem die Leute am meisten haben und am unglücklichsten scheinen. Doch je älter wir werden, je mehr wir sehen, desto häufiger drehen wir uns um. Schauen zurück auf das, was du für uns bist und wir für dich: unsere Heimat, deine Kinder – Wolfsburg. 

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