leonie lauren

Leben & Lifestyle aus Wolfsburg

weekly thoughts #1: Superfood

In dieser – wie auch in den kommenden Wochen – möchte ich jeweils über ein Thema schreiben, das mich beschäftigt. Der Artikel hat dann nicht zwingend etwas mit dem Leben in Wolfsburg zu tun, da ich in den letzten paar Wochen und auch zukünftig viel unterwegs bin und phasenweise kaum Zeit finde (hallo Klausurenphase), suche ich nach einer Lösung, um trotzdem interessante Inhalte auf den Blog zu bringen. Der heutige Artikel befasst sich mit sogenanntem Superfood und die Frage, ob es sich um einen kurzlebigen Trend oder eine nachhaltige Ernährungsweise handelt.

Ich kann nicht genau beziffern, wann es angefangen hat und wo es herkam aber seit geraumer Zeit sind meine Pinterest-Pinnwände und gelegentlich auch mein Facebook-Feed gefüllt mit Rezepten, die von Superfood nur so wimmeln. Ich interessiere mich für Essen (das ist als Mensch ja auch ganz praktisch, weil wir sowieso täglich Nahrung zu uns nehmen müssen) und probiere neue Gerichte und unbekannte Zutaten aus. Als ich deshalb auch die Superfood-Leckereien ausprobieren wollte und im Supermarkt zu den entsprechenden Regalen lief, stockte mir kurz der Atem: Statt normaler Preise erwartete mich: Wucher! Plötzlich stellte ich mir die Frage: Ist es das überhaupt wert? Ich meine A) preislich aber auch B) Sind diese Früchte, Samen, Nüsse wirklich so gesundheitsfördernd, dass es sich lohnt, sie um den halben Erdball von Chile zu Edeka Velpke zu transportieren? Für mich war klar, dass ich vorab erst einmal gar nichts in meinen Einkaufswagen tun würde, bevor ich nicht ein bisschen was über die kleinen Freunde gelesen hatte.

Sogenannte Superfoods, der letzte Schrei im Lebensmittelbusiness, sind eigentlich „nur“ nicht industriell hergestellte Lebensmittel, die sich durch ihren hohen Anteil an Vitaminen und Mineralstoffen auszeichnen, sodass sie auch schon in kleinen Mengen den Nährstoffbedarf decken. Klingt logisch, leider kann die Sache im Alltag mittlerweile schnell verwirren, da der Begriff gerne und oft für Werbezwecke „missbraucht“ wird und Industrie und Handel die Eigenschaften des Superfoods nutzen, um hoffnungslos überteuerte Produkte anzupreisen. Besonders bekannt in dem Bereich der Superfoods sind wohl Chiasamen, die aus Mexiko oder Zentralamerika stammen und erst 2013 ihre Zulassung für den deutschen Lebensmittelmarkt erhielten. Sogar McDonalds setzt auf den Trend und hat im Herbst vergangenen Jahres mit dem Veggie Clubhouse Quinoa und Paprika in ihre Bratlinge eingeführt. Eine günstigere und umweltfreundlichere Alternative zu Chiasamen bilden zum Beispiel Leinsamen, die man theoretisch in der eigenen Küche anbauen kann. Generell findet man Superfood anders als aufgrund des großen Marketing-Hypes um die Exotik des Superfood auch in heimischen Gärten. Auch Petersilie, Brennnessel und Löwenzahn wird eine heilende und antioxidative Wirkung nachgesagt.

Grundsätzlich als finde ich das Thema Superfood sehr interessant, ich selbst mag Avocados, Ingwer und Chia und gleichzeitig tut sich mir eine neue Welt auf im Hinblick auf heilende Kräuter und Pflanzen, die ich in meinem eigenen Garten anpflanzen kann. Außerdem behaupte ich, dass der Superfood-Trend ein Indiz ist für eine Neuausrichtung unserer Gesellschaft, die vermehrt dazu übergeht, verantwortungsvoll mit der Gesundheit und dem eigenen Körper umzugehen. Besonders erfreulich ist, dass dies gerade bei der jungen Generation zunehmend stark ausgeprägt zu sein scheint.

PS: Das Bild oben entstand übrigens heute, als ich mit meiner Freundin Lou im Eat with heart war – da haben wir kein Superfood gegessen, sondern einen stinknormalen Kaffee getrunken :D

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