leonie lauren

Leben & Lifestyle aus Wolfsburg

„No, you were not downloaded, you were born!“ Internet im Alltag – Chancen und Risiken

„Ich bin nicht mit der Absicht hier, Ihnen zu sagen, dass der Internetkonsum schlecht ist. Ich möchte auf die Risiken aufmerksam machen, die dieser mit sich bringt.“, beginnt Annette Haring die Veranstaltung. Internet – das bietet so viele Möglichkeiten. Zu erwähnen sind im Hinblick auf die Phaenomenale zum Beispiel die zahlreichen Online-Games, die sich – gerade bei Kindern und Jugendlichen – großer Beliebtheit erfreuen. Aber als Sozialpädagogin und Mitarbeiterin der Drogenberatung Wolfsburg weiß Haring natürlich auch um die Risiken von Online-Games und Co.

Hier geht es zum Blog der Phaenomenale

Gezeigt wird ein Ausschnitt einer Fernsehreportage. Marc-Oliver sitzt vor seinem Schreibtisch auf dem ein riesiger Monitor thront. Seine Mutter kommt ins Zimmer, bittet ihn um einen kleinen Gefallen. Marc-Oliver blockt ab. Blafft seine Mutter an, dass sie ihn in Ruhe lassen soll – er zockt gerade, keine Zeit! Der 16-jährige hat nie Zeit. Counterstrike und Co. bestimmen sein Leben. Wenn er vom Zocken abgehalten wird, kriegt er Schweißausbrüche, Herzrasen, wird aggressiv. Alle seine Kumpels zocken, sagt er. Und leise fügt er hinzu: „Die haben aber ihren Schulabschluss geschafft.“ Online-Abhängigkeit ist – nebenbei gesagt – keine offiziell anerkannte Suchterkrankung.

Mit den Möglichkeiten, die das Internet auch für die Spielebranche mitbrachte, wuchsen gleichzeitig die Risiken. Gerade Kinder und Jugendliche müssen einen maßvollen Konsum von Online-Games erst erlernen und brauchen deswegen klare Regeln. Ähnlich sieht es mit der Nutzung von Smartphones aus: „Leider schließt man sein Kind oft aus, wenn man den Umgang mit Smartphones grundsätzlich untersagt.“, so Annette Haring. Die Besitzer von Smartphones werden immer jünger. Für die „Digital Natives“ ist der Umgang selbstverständlich, alle digitalen Gerätschaften, die ihnen vor die Nase kommen, können sie quasi intuitiv bedienen. Anders ist das bei den „Digital Immigrants“, die sich noch an die Zeit ohne Internet, Smartphone und Computer erinnern können. Deswegen sind die meisten Fälle, bei denen die Sozialpädagogin berät, noch im Kindes- oder Jugendalter.

Ein schwieriges, aber auch spannendes Thema – so wirkte es im Hinblick auf die wenigen, dafür sehr interessierten Zuhörer, die immer wieder Fragen stellten oder mit neuen Anregungen zur Diskussion beitrugen. Der Vortrag bildete einen wichtigen Beitrag zur Phaenomenale, stellt er einmal die Schattenseiten neuer Möglichkeiten des Spiels dar.

*in freundlicher Kooperation mit der Stadt Wolfsburg

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