leonie lauren

Leben & Lifestyle aus Wolfsburg

Hello, Cape Town

Howzit, ihr Lieben?
Wir melden uns nach ereignisreichen zwei Wochen wieder zurück. Wie einige von euch bereits wissen, durften wir unseren ersten Besuch aus Deutschland begrüßen. Gemeinsam mit Anna (der Mitbewohnerin von Lou) erkundeten wir vier Tage Kapstadt. Davon möchten wir euch im Folgenden berichten.
Vorab: Es gibt viele Möglichkeiten, die Weltmetropole zu erreichen: Eine Stunde Flug, neun Stunden Autofahrt oder 12 Stunden Nachtbus. Wir haben uns für die letztere und damit längste aber günstigste (40€ Hin- und Rückfahrt) Variante entschieden. Also ging unsere Reise am Donnerstagabend um 18 Uhr mit dem Intercape in PE los. Glücklicherweise waren wir aufgrund einer Party am Abend zuvor so müde, dass wir jede Menge Schlaf nachholten und die Zeit somit wie im Flug verging. Etwas mulmig war uns schon, als wir schließlich halb verschlafen im Dunkeln um 05:30 Uhr an einem Busbahnhof rausgeschmissen worden. Mit dem Taxi ging es weiter zu unserer Unterkunft, dem Big Blue Backpacker in Greenpoint. Zu unserer Erleichterung öffnete sich das Tor und wir wurden trotz verfrühter Ankunft mit offenen Armen empfangen. Hierbei zeigte sich wieder die südafrikanische Hilfsbereitschaft, da der Rezeptionist uns direkt ein freies Zimmer organisierte.
DSC_0261
Nach kurzem Einrichten ging es für uns zur Waterfront (20 Minuten Fußweg), dem Hafengelände von Kapstadt und gleichzeitig der Startpunkt des Hop-on/Hop-off-Busses, der für die nächsten zwei Tage unser Transportmittel sein sollte. Die umgerechnet 16,50€ haben sich für uns sehr gelohnt, wenn man bedenkt, dass es in der Stadt keine öffentlichen Verkehrsmittel (wie U- oder S-Bahn) gibt und man somit auf die teurere Variante des Taxis angewiesen ist. Um uns einen Überblick über die Stadt und ihre Sehenswürdigkeiten zu verschaffen, setzten wir uns in die rote Linie, die uns durchs Zentrum über den Beginn des Tafelbergs bis hin zur Camps Bay brachte. Interessant waren die Infos, die uns via Kopfhörer während der Fahrt erreichten. Übrigens stärkten wir uns im Jason´s Bakery, einem Café im Zentrum, in dem wir mit jeder Menge schöner Menschen frühstückten (Das Café lag gegenüber einer Modelagentur, die sich „Boss-Models“ nannte). Wie ihr euch sicherlich vorstellen könnt, nutzten wir drei Mädels jede Möglichkeit, Fotosessions einzulegen – Gelegenheiten gab es dafür aufgrund zahlreicher traumhafter Kulissen en masse. Unseren ersten Tag vollendeten wir mit einem Sunset auf dem Signal Hill.
DSC_0097
DSC_0266
DSC_0205
Am zweiten Tag nutzten wir unser Ticket voll aus und fuhren mit den restlichen Buslinien. Unter anderem führte uns das zum Kirstenbosch National Botanical Garden. Wir sahen wunderschöne, außergewöhnliche Pflanzen in unglaublich atemberaubender Bergkulisse, dass wir uns eigentlich ständig Kneifen wollten. Außerdem aßen wir in einem schnuckeligen Restaurant („Moyo“) mit typisch afrikanischer Küche. Weiter führte uns der Bus in die Weinregion und wir konnten vor Natur und Idylle kaum glauben, dass nur wenige Kilometer entfernt das Stadtzentrum Kapstadts liegt. Natürlch ließ sich eine Wine-Tasting Erfahrung nicht umgehen und so fanden wir uns im „Eagles-Nest“ wieder, wo wir für umgerechnet 3€ fünf Weine der Region verkosteteten. Dass wir den letzten und damit teuersten Wein exen mussten, um den Bus zurück nicht zu verpassen, war ein bisschen schade.
DSC_0275
DSC_0305
DSC_0339
Früh am Morgen ging es auf eine 45-minütige Bootstour nach Robben Island, der berühmten Insel, auf der während der Apartheit politische Gefangene wie Nelson Mandela im Hochsicherheitsgefängnis einsaßen. Interessante Fakten über die Vergangenheit begleiteten unsere Rundfahrt über die Insel: Politische Gefangene waren von der damaligen Regierung mehr gefürchtet als tatsächlich Kriminelle, sodass erstere separat in einem Hochsicherheitsgefängnis untergebracht waren. Die Insel ist übrigens immer noch bewohnt – zu unserem Erstaunen von ehemaligen politischen Gefangenen. Etwas enttäuschend war die Führung durch die Gefängnisräume. Infos erhielten wir von einem ehemaligen Insassen, den wir leider aufgrund seiner schlechten englischen Aussprache kaum verstanden. Außerdem kam die Stimmung durch die Massen an Touristen nicht wirklich bei uns an. Trotzdem freuten wir uns im Endeffekt, die Tour unternommen zu haben, da wir zum Abschluss unser erstes Whale-watching Erlebnis in Südafrika hatten.
DSC_0363
DSC_0403
An unserem letzten Tag nahmen wir an einer Tour der Organisation „Springbock“ teil, bei der wir mit insgesamt sieben Leuten in einem Minibus und eigenem Guide gen Süden aus der Stadt herausfuhren. Unser erster Stop war „Cape Point“, der südlichste Punkt Afrikas. Weiter ging es zum „Cape of good hope“. An beiden Orten erwartete uns ein paradisischer Ausblick und unser Guide musste als Fotograf herhalten. Unseren letzten Halt machten wir in Simonstown, wo südafrikanische Pinguine direkt neben den Menschen leben (wenn man Glück hat, sieht man sie die Straße entlangwatscheln). Wer wusste eigentlich von euch, dass Pinguine im Warmen leben? Leider waren die süßen Vögel an diesem Tag nur an dem kostenpflichtigen Strand zu sehen, sodass wir umgerechnet 3,80€ für das Erlebnis zahlten.
DSC_0446
DSC_0491
DSC_0507
Insgesamt waren wir sehr froh in Greenpoint – mit der Waterfront direkt vor der Tür – gewohnt zu haben. Die Region mit einer riesigen Mall, vielen süßen Restaurants und kleinen Designerläden lädt zum Verlaufen ein und lässt das Herz detailverliebter Menschen höher schlagen. Trotz dem die Stadt sehr europäisch wirkt, ist es wichtig, aufmerksam zu sein und sich nie zu sicher zu fühlen (bei Dunkelheit lieber in ein Taxi investieren). Beim Schlendern durchs berühmte Bo-Kaap (die Straße mit den bunten Häusern) riet uns ein freundlicher Local, die Gegend nicht unbegleitet zu erkunden.
DSC_0355
Alles in allem ist Kapstadt mehr als sehenswert und wir freuen uns schon sehr auf unseren nächsten Besuch.
2 Discussions on
“Hello, Cape Town”

Leave A Comment

Your email address will not be published.