leonie lauren

Leben & Lifestyle aus Wolfsburg

Eröffnung der Phaenomenale 2017

 Ein buntes Programm mit höchst innovativen Auftritten und spannenden Funfacts bildete am Donnerstagabend den Auftakt zur Phaenomenale 2017 – dem Science und Art Festival.

Gleich zu Beginn der Auftaktveranstaltung machte Monika Kiekenap-Wilhelm vom Kulturwerk der Stadt Wolfsburg mit ihrer Rede deutlich, dass sich in den kommenden zehn Tagen alles ums Spiel drehen wird: Die obligatorische Eröffnungsrede verwandelte sich kurzerhand in ein Spiel, bei dem das Publikum interaktiv die wesentlichen Punkte der Rede erriet.

Hier geht es zum Blog der phaenomenale!

Den Anschluss machte der Oberbürgermeisters Klaus Mohrs, der insbesondere die Vernetzung und Vielfältigkeit der Wolfsburger Kulturlandschaft lobte. Im Hinblick auf die Phaenomenale betonte Mohrs das Ziel, auch kritische Aspekte in neuen digitalen Entwicklungen anzusprechen, wie zum Beispiel den anstehenden Vortrag über Spielsucht. Das Science und Art Festival – was in dieser Art übrigens einzigartig in Deutschland ist – gestaltet sich als Schnittstelle zwischen Kunst, Wissenschaft und Gesellschaft. Alle Bereiche widmen sich der gleichen Fragestellung, die Annäherung hingegen geschieht auf unterschiedliche Art und Weise.

Auch Dr. Justin Hoffmann vom Kunstverein Wolfsburg verlor an diesem Abend einige Worte. Er sieht das Spiel als Grundlage für Religion, für Theater, Kunst und Kultur. Vermehrt hätte das Spiel in den letzten Jahren Einfluss auf die Gesellschaft gewonnen, erkennbar zum Beispiel in dem Begriff „Gamification“. Dieser beinhaltet, dass auch in Nicht-Spielbereiche spielerische Elemente implementiert werden. Kulturelle Veränderungen entstehen durch die Digitalisierung von Spielen: Heute besteht dank Smartphone die Möglichkeit, jederzeit und an jedem Ort zu spielen. Natürlich ließ Hoffmann es sich nicht nehmen, für die Ausstellung „Games Culture“ zu werben, die die Zuschauer im Anschluss in der oberen Etage des Schloss Wolfsburg besichtigen konnten. Ein separater Blogpost zur Ausstellung folgt in Kürze.

Ein Highlight des Abends war zudem die Rede von Petra Fröhlich. Als Journalistin der Spiele-Branche ist sie Expertin für Games, gründete 2016 sogar ein eigenes Nachrichtenmagazin (GamesWirtschaft.de), welches über Computerspiele berichtet. In ihrer Präsenation stellte sie zehn interessante Fakten über die Computerspielbranche vor. Unter anderem berichtete sie über die wachsende Bedeutung des eSports, also den sportlichen Wettbewerb zwischen Menschen mit Hilfe von Computerspielen. Dass eSport aktuell noch keine offiziell anerkannte Sportart ist, tut dem wachsenden Interesse an dem Wettkampf keinen Abbruch. Preisgelder steigen und erste Fußballvereine, darunter zum Beispiel der VfL Wolfsburg, nehmen Computerspieler unter Vertrag.

Den krönenden Abschluss bildete die musikalische Performance von Andi Otto, der quasi ein neues Instrument erfand: Sein Cello „tunte“ er mit Bewegungssensoren. Die Entwicklung liegt bereits zehn Jahre zurück und resultierte in dem sehr ausgeklügelten System, was Otto an diesem Abend in drei Stücken beispielhaft veranschaulichte. An dem Instrument befindet sich ein Bewegungssensor. Jede Bewegung, die der Musiker macht, ist einer Funktion zugewiesen, die wiederrum über eine Software in unerwartete Klänge und Effekte umwandelt. Zugegeben, ziemlich schwer zu erklären und wahrscheinlich noch schwerer zu verstehen, aber genau das verdeutlicht auch, was viele Zuhörer, die diese besondere Art der Musik zum ersten Mal hörten, sich dachten: Beeindruckend!

Die Eröffnungsfeier der Phaenomenale gab, insbesondere durch die Auftritte von Andi Otto und Petra Fröhlich, erste Einblicke in die Themenwelt des Spielens und machte Lust auf die kommenden Veranstaltungen!

 

 

 

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