leonie lauren

Leben & Lifestyle aus Wolfsburg

Die Zeit fliegt und wir nach Mauritius

Das Leben kann schon ziemlich abgefahren sein manchmal. Gestern noch saßen wir in der Sporthalle unserer Uni und haben mit gut 200 anderen Studenten unsere erste Klausur geschrieben. Und jetzt sitzen Lou und ich in einer kleinen Maschine, die uns auf DIE Insel aller Inseln bringen soll: Die Rede ist von Mauritius – dem Paradies im Meer östlich des afrikanischen Kontinents gelegen. Unser Klausurenplan sieht glücklicherweise vor, dass wir unsere nächste (und damit auch schon letzte) Klausur am 13. Juni schreiben. Entdeckungslustig wie eh und jeh haben wir uns Gedanken gemacht, wie wir uns die Lernphase und gleichzeitig bald endende Zeit unseres Auslandssemesters so angenehm wie nur möglich gestalten können. Im wahrsten Sinne des Wortes lag eine Reise nach Mauritius da sehr nahe (zumindest näher als von Deutschland aus) und wann kommt man schon einmal auf diese Insel der vielen Kulturen, wenn nicht gerade zu seinen Flitterwochen? Und jetzt sitzen wir im Flugzeug, draußen ist es dunkel, der Himmel ist von zigmillionen Sternen beleuchtet und wir sinieren über die Zeit, die uns noch bleibt.

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Die Reise nach Mauritius ist auf jeden Fall schon einmal eines der großen Themen auf unserer sich langsam leerenden To-Do Liste. Neben jeder Menge Lernen (für alle, die es noch nicht wussten:  Grundsätzlich studieren wir auch!) haben wir einige Orte in PE besucht, an denen wir noch nicht waren, so viel Zeit wie möglich mit unseren Freunden und Flatmates verbracht und jeden Sonnenstrahl genutzt. In Port Elizabeth wird es nun langsam Winter, was sich an den meisten Tagen eher wie ein angenehmer Frühlingstag in Deutschland angefühlt hat aber manchmal auch schon recht unangenehm war, da die Häuser sehr schlecht isoliert sind und es an kälteren Tagen deswegen sehr klamm und  frisch in unserer Villa Mantova bzw. der NMMU war. Weiterhin nehmen wir am 12. Juni am Colourrun in PE teil und mit Sicherheit werden neben unserer eigenen Farewell-Party noch einige andere Abschiede zelebriert werden, bevor wir Südafrika schweren Herzens entgültig den Rücken kehren.

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Neben Sightseeing steht in Mauritius für uns tatsächlich lernen auf dem Programm. Wie bereits erwähnt, studieren wir auch, obwohl das möglicherweise in unseren bisherigen Berichten etwas untergegangen ist. Vielen von euch ist warhscheinlich klar, dass lernen nicht das aufregendste aller Themen ist und daher haben wir uns in unseren Posts bis dato auf die außeruni-mäßigen Aktivitäten konzentriert. Trotzdem möchten wir es uns nicht nehmen lassen, zum Ende noch einige Worte über die Nelson Mandela Metropolitan University bzw. über das Studieren im Ausland im Generellen zu verlieren.

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Zuerst war es für uns etwas ungewohnt, an einer so großen Uni zu studieren, bedenkt man, dass der Standort  Salzgitter mit einer rund 30.000 Studenten-starken wie der Nelson Mandela Metropolitan University einfach nicht mithalten kann. Die Uni verteilt sich über mehrere Campi. Die meisten unserer Vorlesungen fanden am South-Campus, dem Hauptgelände der Uni statt. Dieser wurde inmitten eines Naturreservats gebaut, sodass man mit etwas Glück auf den Wegen zu Vorlesungen Zebras, Springböcke und in 90% der Fälle auf Affen trifft. Dadurch, dass sich auf dem Unigelände auch die Unterkünfte für die Local-Studenten befinden, ist rund um die Uhr etwas los. Bankautomaten, ein kleiner Supermarkt, das Fitnessstudio und ein unieigenes Post-Office verleihen dem Lernkomplex mehr den Flair einer kleinen Stadt als einer Hochschule. Ein unieigenes Stadion findet sich am Rande des Geländes wieder. Hier finden während der Saison die Rugbyspiele und andere Sportveranstaltungen statt, die mehr den Titel eines Events verdienen, da sie immer sehr gut besucht sind und groß aufgezogen werden. Fast jeden Tag werben Vereinigungen und Clubs zur Mitgliedschaft oder ein DJ spielt mittags Partymusik. An der Uni ist kurzum gesagt eigentlich immer etwas los und jedes Mal erfährt man nicht nur studiumsbezogene, interessante Sachen. An englischsprachige Vorlesungen haben wir uns schnell gewöhnt. Generell verteilt sich der Lernaufwand über das komplette Semester – lernen wir in Deutschland am intensivsten und meisten am Ende des Semesters für die finalen Klausuren, so hatten wir hier währenddessen schon jede Menge Tests, Gruppenarbeiten und Berichte, die es zu bearbeiten galt. Unsere Logistikvorlesungen fanden am Second Avenue Campus statt, dem Hauptstützpunkt für jegliche Businessstudiengänge, der recht zentral in Summerstrand liegt. Neben dem North-Campus, der nur einige wenige Geh-Minuten vom Sout-Campus entfernt ist, liegt ein weiterer Campus etwa 45 Minuten Shuttlefahrt entfernt in Missionvale – näher gesagt mitten in dem dortigen Township. Ein bisschen froh sind wir schon, dass dort keine unserer Vorlesungen stattfand. Alles in allem war es fuer uns schon rein studiumsmaessig eine ganz andere Erfahrung und ein bisschen traurig sind wir schon, dass wir offiziell nun nur noch zu unserer letzten Klausur an den Campus zu müssen.

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