leonie lauren

Leben & Lifestyle aus Wolfsburg

Abenteuer statt Ostereier suchen

Frohe Ostern?! Dafür ist es jetzt natürlich schon zu spät, aber wir möchten euch trotzdem noch an unserem einwöchigen Roadtrip über die Garden Route bis nach Kapstadt und die Zeit mit unserem Besuch teilhaben lassen. Ganz genau, wir hatten über die Osterferien Franzi, Daniele und Matti zu Besuch – so langsam fühlen wir uns schon ziemlich heimisch am Flughafen.
Nachdem alle Taschen gepackt waren und die Jungs sich von ihrem Flug erholt hatten, ging es am Dienstag Nachmittag auch schon mit unserem 7-Sitzer Familienmobil (Toyota Avanza) los nach Jeffreysbay. Nach einer Stunde Fahrt erreichten wir unser erstes Backpacker „Bay Cove Inn“, welches im Innenhof aufgemacht ist wie ein Schiff. In der Mitte gab es einen Grillplatz und somit konnten wir unsere Woche mit einem typischen süfafrikanischen Braai einleiten. Im Dunkeln unternahmen wir noch einen kleinen Spaziergang zum Meer und der Mondschein erleuchtete den breiten, verlassenen Strand – es war traumhaft. Der nächste Tag startete für uns dann mit einer Surfstunde mit der „Surf School Jeffreysbay“, denn das darf natürlich nicht fehlen wenn man an DEM Surferspot schlecht hin verweilt. Mithilfe von 5 Schritten für Anfänger schafften wir es letztendlich alle auf dem Board zu stehen.
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Danach ging es für uns dann weiter zum eine Stunde entfernten Tsitsikamma Nature Reserve. Hier war unser eigentliches Ziel der Storms River Mouth, doch auf dem Weg durch den Park wurden wir von einem Weg zum Wasserfall von unserem Vorhaben abgelenkt. Ein Schild, das einen schwierigen Wanderweg mit der Dauer von 3.5 Stunden zum Wasserfall ankündigte, machte uns neugierig und wir dachten uns: „Schauen wir doch mal wie weit wir kommen.“ Völlig unvorbereitet machten wir uns mit Flip Flops, Birkenstock und ohne Wasser auf den Weg. Damit war es zwar schwierig über die Felsen zu klettern, aber nicht unmöglich. Trotzdem lief uns leider die Zeit davon und wir mussten umkehren bevor es dunkel wurde, doch alleine der Weg bot schon atemberaubende Aussichten. Anschließend fanden wir auch doch noch unseren Weg zum Storms River Mouth und schauten uns dort die berühmten Hängebrücken an.
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Am Abend kamen wir dann in Plettenberg Bay in dem „Albergo Backpacker“ an und ließen den Tag in dem portugiesischen Restaurant LM ausklingen. Leider erwischte uns am Donnerstag dann der typische afrikanische Starkregen und wir haben bei einem ausgiebigen Frühstück in dem süßesten Cafe Pletts „Clares“ mit Kuchen und Pancakes versucht, ihn zu ignorieren. Letzendlich haben wir uns doch entschieden trotz Regen die Wanderroute auf dem Robberg zu machen. Das war ein einmaliges Erlebnis! Der Weg führte auf schmalen Wegen an Abgründen und an Stränden vorbei und und durch Regen und Nebel hatte es irgendwie auch etwas mystisches an sich, insgesamt waren wir abendteuerliche 4 Stunden unterwegs.
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Donnerstag fuhren wir dann von der Garden Route ab und weiter hinein in das Innenland. Unterwegs wurde es sehr deutlich wie sich die Landschaft von der Küste bis ins Innenland verändert und es wurde immer mehr wie man sich das afrikanische Land vorstellt – roter Sand, Berge und trockende Graslandschaften. Von unserer nächsten Unterkunft hatten wir zunächst nicht viel erwartet, da sie in Oudtshoorn auf einer Straußenfarm lag. Doch als wir im Dunkeln ankamen, wurden wir von dem absoluten Gegenteil überzeugt! Das „De Denne Guesthouse“ hat 3 südafrikanische Sterne, wir hatten zwei Apartments und wir wurden mit offenen Armen empfangen. Abends konnten wir es uns natürlich nicht nehmen lassen, auch Straußenfleisch zu probieren – sehr lecker! Am nächsten Morgen war der Ausblick atemberaubend, denn im Hellen sahen wir endlich, dass die Strauße direkt vor unserem Zimmer ihre Wiesen hatten.
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Nach einer Straußenfarmtour am Morgen mussten wir uns beeilen, zurück an die Küste nach Mosselbay zu fahren, dort wartete nämlich eine Begnegung mit dem Weißen Hai auf Matti und Lou.  Mit dem Boot ging es 15min hinaus aufs Meer (also doch sehr nah am Strand!) und der Käfig wurde neben einer Robbeninsel ins Wasser gelassen. Der 6 Personen Käfig selber war direkt an dem Boot befestigt und mit Neopren und Taucherbrille konnte Ausschau gehalten werden. Mihilfe von Fischwasser und einem Thunfischkopf dauerte es nicht lange, bis drei der Riesen angelockt waren und sich direkt vor dem Käfig präsentierten. Da stockt dann schon einmal der Atem. Auch vom Boot aus war Kampf des Weißen Hais um den Thunfishkopf, sehr gut zu beobachten, indem er immer wieder am Boot hochsprang. Dieser kleine Ausflug hat sich auf jeden Fall gelohnt! In der letzten Nacht auf der Garden Route schliefen wir in Heroldsbay bei einem Freund aus PE, bevor wir dann mit Stops in dem Fischerort Hermanus und in Bettys Bay (hautnahe Begegnung mit Pinguinen in stuermischer Kulisse) bis nach Kapstadt gefahren sind.
In Kapstadt schliefen wir drei Nächte in dem „St. Johns Backpacker“ in Greenpoint, wo wir uns durch unseren letzten Besuch zum Glück schon etwas auskannten. Bei unserem zweitägigen Aufenthalt durfte die berühmte Red-Bus-Sightseeing Tour, eine Weinprobe, Schlendern durch die Waterfront und der Sonnenuntergang auf dem Signalhill natürlich nicht fehlen! Wir entdeckten auf unserem Weg viele zu empfehlende Restaurants wie zum Beispiel das Cafe „Truth“ mit dem besten Kaffee Kapstadts oder ein einmaliges Essenserlebnis beim Ethopier in der Long Street.
Am Dienstagmorgen vor Sonnenaufgang starteten wir die lange Rückfahrt bis nach Port Elizabeth. Alles in allem kamen wir dort nach insgesamt über 1500km, super glücklich und mit unzähligen unvergesslichen Eindrücken im Gepäck am Dienstagabend an.
Unsere verbleibende Zeit in PE verbrachten Franzi, Matti und Daniele mit einem Besuch im Addo Elephant Park (bei uns rief die Pflicht) , mit gemeinsamen Sandboarding am Sundays River und einer Wanderung über den Sacramentho Trail an der Küste entland bis nach Sardinia Bay. Am Sonntag hieß es dann für alles wieder Abschied nehmen…Vielen Dank an Daniele, Matti und Franzi, dass ihr dieses Ostern in Suedafrika fuer uns so einmalig gemacht habt! Ihr wart tolle Gaeste und es hat uns jede Menge Freude bereitet, euch hier unsere kleine Welt zu zeigen!
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PS: Weitere Fotos folgen!!! Das Internet lässt mehr als das obige nur gerade nicht zu … :-)

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